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Emil Orlik

Prag 1870 - Berlin 1932


Am 21. Juli 1870 wird Emil Orlik in Prag geboren. Er studiert von 1891 bis 1893 an der Münchner Akademie und anschließend an der akademischen Kupferstecherschule. Im Jahr 1896 lernt Orlik in Prag den Dichter Rainer Maria Rilke kennen, dem er wieder nach München folgt. Dort beginnt er zusammen mit Otto Pankok mit grafischen Techniken, insbesondere dem Holzschnitt, zu experimentieren. Emil Orlik gestaltet vor allem Porträts, u.a. von Rilke, Döblin und Menzel.
Ab 1897 arbeitet Emil Orlik mit an der Münchner Zeitschrift "Die Jugend". Im folgenden Jahr reist er nach England, Schottland, Holland und Frankreich. Die Holzschnitte von Felix Valloton und William Nicholson, die er dabei kennenlernt, beeinflussen fortan sein künstlerisches Werk. Im Jahr 1899 tritt der Künstler Orlik der Wiener Secession bei und veröffentlicht seine Arbeiten in ihrer Zeitschrift "Ver Sacrum". Emil Orliks erste grafische Mappe "Kleine Holzschnitte" erscheint 1900.
Noch im selben Jahr unternimmt der Künstler seine erste Ostasienreise. Anschließend hält Orlik über seine Erlebnisse und Erfahrungen Vorträge, präsentiert Veröffentlichungen in "Ver Sacrum" und gibt ein weiteres Mappenwerk "Aus Japan" heraus.
1904 hat Orlik sein Atelier in Wien. Bald darauf wird Emil Orlik als Professor an die staatliche Lehranstalt des Kunstgewerbemuseums in Berlin berufen. Er folgt Otto Eckmann als Leiter der Grafikklasse und zieht erneut mit seinem Atelier in die deutsche Hauptstadt. Orlik beendet im Jahr 1905 seine Mitgliedschaft bei der Wiener Secession, um 1908 der Berliner Secession beizutreten. Berlin wird zu Emil Orliks Wahlheimat. Er verstirbt dort am 28. September 1932.
Emil Orlik ist Chronist seiner Zeit, er porträtiert grafisch viele bekannte Zeitgenossen und hält bedeutsame Ereignisse per Zeichenstift fest. Wesentlich sind zudem seine Dekorations- und Kostümentwürfe für Max Reinhardts Inszenierungen am Deutschen Theater. Der vielseitige Künstler pflegt weiterhin seine Reisefreude, reist nach Südeuropa und Nordamerika und verdichtet seine gewonnenen Eindrücke in grafischen Zyklen. Orlik, zu Beginn seiner Laufbahn akademischer Maler, gehört zu den Wegbereitern einer neuen, handwerklich orientierten Kunstauffassung der Jahrhundertwende, die er vor dem Hintergrund des englischen Vorbildes in seiner grafischen Kunst meisterhaft umsetzt.


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